2018 KW 32 – Zahnärzte, Bomben, Tomaten und Astronauten

Wieder geht eine aufregende Woche dem Ende entgegen! Am Freitag letzter Woche bekam ich einen Anruf, dass ich am Montag einen Termin zur Zahnreinigung hätte. Es wurde zwar eh mal wieder Zeit, aber ich konnte mich nicht erinnern, einen Termin ausgemacht zu haben. Also ging ich beim Zahnarzt vorbei um zu fragen, ob sie sicher sind, dass der Termin für mich ist. Das haben sie auch bestätigt. Als ich dann am Montag zum Zahnarzt kam, zu einer nachtschlafenden Zeit, stand gleichzeitig eine andere Dame für ihren Termin an. Sie hatte (fast) den gleichen Nachnamen (ein F fehlte) und es würde mich nicht wundern, wenn sie auch denselben Vornamen hatte. Letztendlich durften wir aber beide bleiben und uns der Tortur des Zahnreiniges aussetzen lassen. Irgendwie klar, dass sie mir den Termin bestätigen mussten, denn wenn man einmal die falsche Person eingetragen hat, bleibt die natürlich auch im System.

Mittwochmorgen um 5 Uhr saß ich dann auf einmal aufrecht im Bett, als das Gebäude neben uns explodiert ist. So hat es sich zumindest angehört. Entweder das oder eine alte Fliegerbombe, die es hier ja zuhauf gibt. Wie sich dann herausstellte, war es aber nur der ultimative Donner direkt über unserer Wohnung. Damit kamen dann immerhin auch zwei Tröpfchen Regen. Erst am Donnerstag gab es mal von der Hitzewelle, die jetzt seit etwa Mai andauert, eine kleine Pause. Da gab es dann 10 Minütchen Regen aber die Temperatur ist mal auf angenehmere 20 Grad oder so abgesunken. Genug, um draußen im Restaurant zu frieren!

Die Walnuss ist gestorben, dafür gedeiht ein Klee.

Auf meinem Balkon gibt es jetzt einige rote Tomaten und meine Äpfel werden auch immer größer. Meine Walnuss, die eigentlich nur ein Stil war, aber von der ich stets hoffte, dass sie wieder irgendwann einen Wachstumsschub bekommt, ist nun leider tatsächlich verstorben. In ihrem Blumentopf wächst und gedeiht dafür irgendein Klee. Und meine Avocados haben Blätter bekommen, nur bei einer Avocado werden sie langsam braun. Zu viel Wasser? Zu wenig Wasser? Zu viel oder zu wenig Sonne? Man weiß es nicht.

 

Nun wagen wir den Blick ins Internet. Als ich versucht habe herauszufinden, ob es illegal ist, Wespen zu töten, bin ich auf bussgeldkatalog.org gestoßen, einer vom Verband für bürgernahe Verkehrspolitik e.V. betriebene Webseite. Laut diesem gibt es ein “Bußgeld für das Fangen, Verletzen, Töten von Wespen sowie für die Beschädigung oder Zerstörung der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten” und das liegt in Bayern und Hessen bei bis zu 5.000 EUR. Es gibt auch eine Liste der Bußgelder, die in der Vergangenheit fallabhängig für Beleidigung im Straßenverkehr ausgesprochen wurden.

Wo man hinsieht rote Tomaten. Und Äpfel.

Dann habe ich mich über Earthships schlau gemacht, Häuser aus recycletem Material, die angeblich äußerst energieeffizient sind. In Earthship Hype and Earthship Reality beschreibt ein Martin Holladay kritisch, was einem da versprochen wird und was man letztendlich bekommt. So wird einem beispielsweise versprochen, dass man ein Haus bekommt, das automatisch stets eine Innentemperatur von 21 Grad hat, ob im Sommer oder im Winter. Das ist aber offenbar nichts als eine Behauptung und in Brighton hat der Earthship-Erfinder sogar ein Earthship hingebaut, bei dem er trotz Ermahnungen darauf bestanden hat, dass man zwischen Fußboden und Erdboden keine Isolierung braucht. Jetzt haben die Leute da als Folge ein Earthship, dem alle Wärme durch den Erdboden quasi weggesaugt wird.

Und wo wir gerade bei CO2-Emissionen sind: In der Wikipedia gibt es einen Artikel über das Lake-Nyos-Desaster, bei dem im August 1986 in Kamerun durch einen plötzlichen Gasausstoß von 100.000 – 300.000 Tonnen CO2, die offenbar in der Erde angesammelt waren, 1746 Personen und 3500 Nutztiere erstickt sind. Einfach so. Das CO2 ist ausgetrete, dann ist es – weil es schwerer ist als Luft – nach unten gesunken und hat alle erstickt. Und die wussten alle nicht, was vor sich geht. Ich weiß nicht, wieso es dafür keinen Artikel in der deutschen Wikipedia gibt.

Dann habe ich mich durch ein paar Seiten über Astronauten gegoogelt: Der Astronaut Alan Shepard, der erste Amerikaner im Weltall, ist mal gefragt worden, was ihm vor einem Raketenstart so durch den Kopf gegangen ist. Seine Antwort: “The fact that every part of this ship was built by the lowest bidder.”

Und abschließend gab es ein interessantes Podcast-Interview mit Jewel, das ich angehört habe, Nintendo ist offiziell wieder Microsofts Hauptkonkurrent und die Sängerin Dido heißt in Wirklichkeit Florian Cloud de Bounevialle O’Malley Armstrong.

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