2018 KW 43 und 44 – Island, England, Hadestown

Liebe Blogleser, ihr habt euch bestimmt gedacht, “Ach, wieder gibt es nichts Neues bei vanna.de! Die regelmäßigen Updates waren doch wieder nur eine Phase!” Aber dem ist gar nicht so. Ich war nur im Urlaub, denn der Mensch lebt nicht zum Arbeiten allein – und ich selbst arbeite sowieso nur, um mir das Faulenzen zu leisten.

Graues Island
Als wir in Island angekommen sind, war es regnerisch und trostlos.

In KW43 waren wir in Island, einem schönen und interessanten Land bzw. Inselchen mit 350.000 winterharten Einwohnern. Es war bitterkalt und alles war unglaublich teuer, aber wir sind in einem feschen Mietwagen durch die Gegend gefahren (einem VW) und der hatte eine gute Heizung. Wir haben ihn erfolgreich über isländische Straßen gelenkt, die mehr Schlagloch als Straße waren, und zum Abschied ist er uns noch mal über den Weg gefahren, als wir von einem schweigsamen Fahrer zum Flughafen chauffiert wurden. Ich habe 1.111 Fotos gemacht, von denen 1.110 ziemlich schlecht sind. Aber man darf sich nicht beirren lassen. Irgendwann kriege ich den Dreh vielleicht noch raus.

Berg in Island
Ein berühmter Berg in Island.

Island stellt man sich vielleicht grün und bemoost vor, und das ist es im Sommer auch, wenn man den Postkarten glauben darf. Aber wie uns ein Isländer gesagt hat kennen sie nur zwei Jahreszeiten: Sommer und Winter. Die Blätter fallen alle innerhalb von drei Tagen von den wenigen Bäumen (Island wurde praktisch komplett abgeholzt, fast wie die Osterinsel, aber jetzt versuchen die Isländer es mit Wiederaufforstung). Es war alles braun, der Wind war beißend und ich habe mich sehr geärgert, dass ich nicht noch eine Mütze und einen Schal in meinen Koffer gequetscht hatte. So musste ich mich in Kapuzenjäckchen und Winterjacke einmummen, damit ich nicht festfriere.

Isländische Speisekarte
Eine typische isländische Speisekarte, weder besonders günstig noch besonders teuer.

In Island zahlt man mit ISK, der Isländischen Krone, wobei auf den Geldstücken Fische abgebildet sind und 1,- EUR derzeit etwa 135,- ISK entspricht. Auf der Speisekarte unseres Hotels in Selfoss, dem Riverside Restaurant, das uns weder als besonders günstig noch besonders teuer für isländische Verhältnisse aufgefallen ist, kostet die Tomatensuppe gut 13,- EUR. Den Kabeljau mit Pommes gibt es für 18,- EUR, für 16,- EUR einen Burger. Für den Fisch des Tages ist man gleich 26,- EUR los. Wobei ich mich natürlich frage, was an so einem Fisch des Tages besser sein soll als am Kabeljau. Ich habe jedenfalls den Kabeljau genommen, der war gut – etwas zu fettig vielleicht – und nach einem Berg Pommes ist ja jeder Hunger erstmal vom Tisch. Sozusagen.

Apropos, nachdem ich also den Kabeljau vom Tisch in meinen Mund gefegt hatte, sind wir mitten in der Nacht noch mal losgefahren auf einen finsteren Berg, um nach den Nordlichtern Ausschau zu halten. Da gibt es eine Vorhersage, die meistens bei 1, 2 oder 3 von 9 zu liegen scheint. Aber auch davon darf man sich nicht beirren lassen, die sind offenbar nur vorsichtig. Wenn keine Wolken da sind und es dunkel ist, hat man eine Chance, die Nordlichter zu sehen. Dafür gibt es jetzt eine App, und wenn jemand die Aurora sieht, kann er es sagen, dann alarmiert die App alle anderen und die können auch Ausschau halten. Wir haben also etwa eineinhalb Stunden im Auto gefroren und auf einmal war was am Himmel, das vorher nicht da war, und dann wurde es grün und dann wussten wir, dass müssen die Nordlichter sein. Sie flackern etwas auf und fliegen herum und dann verschwinden sie wieder und dann kommen sie wieder und das machen sie eine Weile so. Zumindest als wir sie gesehen haben. Wir haben uns dann gefreut und sind wieder ins warme Hotel zurückgekehrt, und siehe da, man konnte sie auch aus dem beheizten Hotelzimmer in Selfoss sehen. Ich habe ein paar schlechte Fotos gemacht.

Nordlichter
Die Nordlichter.

Sonst gibt es in Island viele viele Schafe und viele Pferde, die im kalten Wetter draußen stehen müssen und große Weiden zum Grasen haben. Offenbar werden sie von Isländern gegessen, wie auch Wal und Hai, aber ich habe das abgelehnt – vor allem den Wal. Ich bin ja kein Unmensch, der aussterbende Tierarten verspeist. Auch “puffins” kann man in Island essen (“puffins”, nicht “muffins”!), also Papageitaucher, die allerdings auch als gefährdete Tierart gelten.

Hier sind noch ein paar weitere Fotos, von einem der vielen vereisten Wasserfälle, vom menschenfressenden Meer, vom Eyjafjallajökull und von der isländischen Landschaft.

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend waren wir dann noch eine Woche in England in einem Haus des Landmark Trusts. Dort haben wir Freunde getroffen, Brettspiele gespielt, Cider getrunken und was man sonst so in einem alten Haus macht. Vielleicht finde ich dazu demnächst auch noch ein Foto zum Veröffentlichen.

Und nachdem wir dann noch eine Nacht in England hatten und ich zufällig festgestellt habe, dass das Musical Hadestown zufällig gerade dann im National Theatre seinen ersten Auftritt hat, sind wir dort auch noch hingegangen und das war auch ganz prima. Wer bis Ende Januar 2019 mal in London ist, sollte sich das ansehen. Dazu gibt es demnächst auch mehr.

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