Spielvergnügen 2018

2018 gespielte Spiele

Auch dieses Jahr habe ich wieder viele Spiele gespielt, denn die Videospielebranche ist ja unterstützenswert und Videospiele sind zudem wesentlich besser als ihr Ruf. Wer noch keine Videospiele spielt, sollte schnellstens damit anfangen.

Dieses Jahr habe ich mich den folgenden Spielen gewidmet:

  • The Long Dark
    Ein Survival-Spiel aus der Ego-Perspektive. Spielt im verschneiten Kanada und man muss gesund bleiben, genug essen und trinken, darf nicht erfrieren und sich nicht von Wölfen essen lassen. Ist genau meine Art Spiel und ich habe es 29 Stunden lang gespielt, aber bin dann in Episode 2 (von bis dahin 2) steckengeblieben. Irgendwann muss ich es mal weiterspielen. Ich kann es nur empfehlen, und wenn es bei Steam mal im Angebot ist, kostet es nur um die 7,- EUR.
  • Subnautica
    Noch ein Survival-Spiel, das ich lange gespielt habe – laut Steam 86 Stunden lang! Man stürzt hier auf einem Wasserplaneten mit ungewöhnlicher Flora und Fauna ab und baut sich aus dem, was man so findet, eine Basis und versucht, den Planeten irgendwie wieder zu verlassen. “Subnautica” hat auch einen VR-Modus und anfangs habe ich es mit HTC Vive gespielt. Damals war es wohl noch in Early Access. Dann kamen ein paar Updates und dann wurde mir in VR etwas anders, wenn ich es gespielt habe, also habe ich es “normal” gespielt. Dann hatten sie auch die Story zu Ende gemacht. Kann ich jedenfalls sehr empfehlen.
  • Life Is Strange: Before The Storm
    Meine Meinung ist ja die: Die “Life Is Strange”-Spiele sind eigentlich nicht besonders gut, sie sind nicht gut geschrieben und generell fällt ihnen außer Drogen und Tod nichts Dramatisches ein. Aber die Stimmung, die sie in ihren Spielen aufbauen, macht mich äußerst nostalgisch und deshalb fand ich die “Life Is Strange”-Spiele beide sehr spielenswert. Wer “Life Is Strange” gespielt hat, weiß, dass “Before The Storm” nicht so supertoll ausgeht, aber wenn man es als in sich abgeschlossene Episode betrachtet, hat es mir doch trotzdem sehr gut gefallen.
  • Mass Effect: Andromeda
    Tja. Nach fünf Jahren endlich wieder ein “Mass Effect”-Spiel, und dann war es so enttäuschend. Es hat mir schon trotzdem Spaß gemacht, und wenn es kein “Mass Effect”-Spiel gewesen wäre, hätte man es vielleicht etwas mehr genießen können. Aber die Erwartung war groß und am Ende ist man nur traurig, weil es doch so viel besser hätte sein können. Die Geschichte ist ziemlich doof, man bekommt seine wichtige Aufgabe zum Retten der Menschheit nur aus Nepotismus, obwohl es wesentlich fähigere Leute gegeben hätte, und obwohl man so wichtig ist bekommt man ständig langweilige “fetch quests” (“Geh mal da hin und hole was und bring es mir dann.”). Warum das Spiel letztendlich so enttäuschend war, hat Jason Schreier ausführlich auf Kotaku beschrieben (“The Story Behind Mass Effect: Andromeda’s Troubled Five-Year Development“).
  • Marie’s Room
    Ein kurzes Spiel, dauert nur eine Stunde oder so. Ist schon okay, kostet auch nichts, aber versucht zu sehr, “Life Is Strange” oder “Gone Home” zu sein. Konnte mich nicht mitreißen.
  • Late Shift
    Ein interaktiver Film. Fand ich sehr enttäuschend, vermutlich weil ich einfach den Film etwas doof fand und die Entscheidungen nicht immer logisch und den Hauptcharakter mochte ich auch nicht.
  • Darkest Dungeon
    Ein sehr schönes und düsteres Rollenspiel, das ich erst etwas auf Steam, dann noch sehr ausführlich auf Nintendo Switch gespielt habe. Bisher war ich noch viel zu schlecht, um es zu schaffen, und die Switch-Version leidet etwas darunter, dass sie zu viel auf einen kleinen Bildschirm packen müssen – die Steuerung scheint ohne Touchscreen auch gar nicht zu funktionieren. Aber macht viel Spaß.
  • Horizon Zero Dawn
    Ein Action-RPG, das es exklusiv für die PS4 gibt – und was für ein gutes. Hier spielt man endlich mal wieder eine weibliche Heldin, Aloy, in einer Art Steinzeitwelt mit Roboterdinosauriern. Die Kämpfe machen Spaß und die Heldin fand ich auch erfrischend. Kann ich sehr empfehlen.
  • Uncharted: The Lost Legacy
    Das hat mir von allen Spielen, die ich in diesem Jahr gespielt habe, wohl am besten gefallen. “Uncharted” gibt es auch nur für die PS4, aber das, was Naughty Dog da produzieren, gehört mit zum Besten, was es in Sachen Videospiele so gibt. Die Grafik ist fantastisch – sie haben natürlich auch nur eine sehr begrenzte Anzahl an Protagonisten, die alle mit Motion Capture animiert wurden. Die Stimmen sind auch erste Sahne und die Geschichte hat mir persönlich auch sehr gut gefallen. Mit neun Stunden ist das auch ein Spiel, das man gut an einem Wochenende spielen kann. Ich empfehle das Spiel jedem, der nicht schnell genug wegläuft.
  • Uncharted 4: A Thief’s End
    “Lost Legacy” hätte eigentlich ein Zusatzinhalt für “Uncharted 4” werden sollen, bis sie es dann doch zu einem eigenen Spiel gemacht haben. Also hab ich nach “Lost Legacy” mal “Uncharted 4” gespielt, um zu sehen, wie gut das ist. Von der Grafik her und den Schauspielern ist es auch ganz wunderbar. Einige Stellen sind in “Uncharted 4” etwas zu lang ausgefallen und ganz so fantastisch fand ich die Geschichte nicht. Es hat trotzdem Spaß gemacht, aber im Gegensatz zu “The Lost Legacy” MUSS man es nicht gespielt haben.
  • Assassin’s Creed Odyssey
    Hier hat es ein paar Stunden gedauert, bis ich mich richtig ins Spiel vertieft hatte, aber jetzt finde ich es auch äußerst empfehlenswert. Ich bin noch lange nicht am Ende und spiele es seit bestimmt 50 Stunden und von mir aus müsste es gar nicht mehr aufhören. Bei “Assassin’s Creed” ist es ja immer so, dass es irgendeine Geschichte in der Gegenwart (oder näheren Zukunft) gibt, und die gehen durch den Animus in der Zeit zurück zu den Assassinen oder so ähnlich. Bisher haben mich diese Spiele nicht mitgerissen und ich habe zwar das eine oder andere mal ausprobiert, aber nicht ernsthaft gespielt. Aber “Assassin’s Creed” ist ja quasi das neue “Mass Effect”: Man kann als Mann oder Frau spielen, man kann seine Dialoge auswählen, und es gibt sogar die “romance options”, für die “Mass Effect” gewissermaßen berühmt war. Macht jedenfalls sehr viel Spaß, sieht dazu noch sehr gut aus (also die Landschaft eher als die Gesichter), Kassandra ist äußerst unterhaltsam und hat eine prima Stimme bekommen, und die ganze Hauptgeschichte mit dem Animus und der Gegenwart und der ausgewählten Blutlinie ist ein großer Quark, den man getrost ignorieren kann.

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