Oz: Ausflug nach Canberra

Letzte Woche sind wir von Montag bis Donnerstag nach Canberra gefahren, der Haupstadt Australiens, die von Sydney mit dem Bus etwa 3,5 Stunden entfernt ist. Ich war leider gänzlich uninformiert, daß das Wetter da wesentlich kälter ist als in Sydney, und so mußte ich ordentlich frieren. Wo es in Sydney zwischen 17 und 20 Grad hatte, hatte es in Canberra maximal 14 Grad – nachts sind die Temperaturen angeblich bis auf den Gefrierpunkt gesunken.

Aber genug vom Wetter. Canberra ist eigentlich keine besonders beeindruckende Stadt und ganz und gar nicht fußgängerfreundlich. Wenn man wo zu Fuß hingehen will, muss man oft an grossen Strassen entlanglaufen oder riskant irgendwo eine große Strasse überqueren. Es gibt in Canberra auch einen künstlich angelegten See, aber der ist eigentlich auch nicht wirklich schön und es gibt keinen besonders schönen Park entlang des Ufers. Dafür gibt es eine große Fontäne, 146 Meter hoch, die gelegentlich aus dem künstlichen See spritzt – was sich zwar toll anhört, aber auf Dauer ist so eine Fontäne eigentlich langweilig.

Nunja, zumindest gibt es viel Kunst und viele Museen in Canberra, die mir schon gefallen haben. Wir waren im Questacon, einem Museum zum Anfassen sozusagen, das recht interessant war. Da gab es auch eine gruselige Rutsche, über der man an einer Stange gebaumelt hat und sich dann fallen lassen mußte. Da sollte der freie Fall demonstriert werden und wie sich die Astronauten fühlen. Um das richtig zu erleben, fand ich den Fall zwar zu kurz, aber es war trotzdem lustig und etwas gruselig.

Sonst haben wir viel Kunst angeschaut – die meisten Museen/Kunstgallerien kosten keinen Eintritt – und vieles hat mir gut gefallen. Es gab in einer Gallerie auch eine kostenlose Führung, die recht interessant war.

Am letzten Tag waren wir im National Museum of Australia, wo sie unter anderem viele Informationen über die eingeschleppten Spezies hatten und über die Kaninchen und wie stark sie sich vermehrt haben, und wie unnütz der “Rabbit Proof Fence” war, den sie dann gebaut haben. Einerseits waren die Kaninchen schon lange weiter vorgedrungen, bis der Zaun mal gebaut wurden, andererseits können Kaninchen meines Wissens Löcher buddeln. Schließlich haben irgendwelche Forscher die Kaninchen mit einem Virus auszurotten versucht, was auch geklappt hat – nur haben sich dann viele Australier beschwert, daß sie nichts mehr zu essen haben. Ausserdem sind in einer Stadt einige Leute an irgendeiner Hirnhautentzündung oder so gestorben, und dann hieß es, das komme bestimmt von dem Virus, und dann haben sich die Forscher den Virus injiziert, um zu beweisen, daß der nichts damit zu tun hat.

Letztendlich war der Ausflug nach Canberra durchaus interessant, aber dann war ich doch froh, wieder ins wärmere Sydney zu kommen. Jetzt ist weiterhin die Arbeitssuche angesagt!

2 Replies to “Oz: Ausflug nach Canberra”

  1. Hehe. In Canberra waren wir auch. Die klappen ja tatsächlich gegen 6 die Bürgersteige hoch (naja, zumindest die zwei Tage, die wir dort verbracht haben). Von diesem einen Hügel am Ende der Straße mit den Kriegerdenkmälern hat man einen ganz guten Blick über die Stadt. Aber frag mich nicht mehr, wie der heißt…

    In den Blue Mountains wart ihr auch schon, oder?

    1. Ja, in den Blue Mountains waren wir, haben die Three Sisters angeschaut. War schoen. Und in Canberra bei dem Berg beim ANZAC-Denkmal waren wir auch. :) Hast Du irgendwelche Tips, was uns an der Ostkueste keinesfalls entgehen sollte?

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