2018 KW 40 – Eskapismus, Uncharted und Aida

Hallo, liebe Freunde des samstäglichen Lesevergnügens. Die Woche schreitet voran und hat mich diesmal mit ihrem wochenmittigen Feiertag erfreut. Ich habe ihn genutzt, um an ein paar Videos herumzuschneiden und mir den Bauch mit Raclette vollzuschlagen. Das Schöne am Raclette ist ja, dass der Raclettekäse für zwei Personen etwas zu viel ist, sodass man noch welchen übrig hat, also muss man nochmal Raclettekäse nachkaufen und wieder Raclette essen, und dann bleibt wieder etwas übrig und das ergibt einen wunderbar käsigen Kreislauf, der im Idealfall erst im Frühling wieder zum Erliegen kommt.

[Katze auf dem Schoß]
Uncharted mit Katze am Wochenende
Ansonsten gibt es ja nur schlechte Nachrichten jeden Morgen auf hr-iNFO. (Die schreiben sich wirklich so komisch.) Fluten, Erdbeben, Klimawandel, amerikanische Innenpolitik, deutsche Innenpolitik. Da kann man eigentlich niemandem einen Vorwurf machen, wenn er sich der Weltflucht, dem Eskapismus hingibt und sich medial ablenken lässt – so also geschehen letztes Wochenende, als ich mich gut neun Stunden lang Uncharted: The Lost Legacy auf der Playstation 4 hingegeben habe. Das Spiel ist wirklich ganz wunderbar. Die Geschichte hat mir ausgesprochen gut gefallen – ein Spiel mit zwei weiblichen Protagonisten, dass ich das noch erleben darf! – und es sieht dazu noch überaus beeindruckend aus. Das war mir eine große Freude, dieses Spiel, und so ein 9-Stunden-Spiel hat ja auch was für sich. Das kann man in einer Woche oder an einem faulen Wochenende schaffen und sich freuen, was man für ein schönes Abenteuer erlebt hat, und man muss nicht Wochen investieren, wie es z. B. bei Horizon Zero Dawn der Fall war, für das ich 101 Stunden gebraucht habe. (101 schöne Stunden, aber trotzdem.)

Nun ja, aber in Anbetracht der schlechten Nachrichten aus allen Ecken der Welt ist ja wieder mehr Weltflucht nötig und nicht weniger, weshalb wir uns jetzt Assassin’s Creed Odyssey bestellt haben, das dann hoffentlich auch bald kommt. Da kann ich dann ins schöne antike Griechenland flüchten, Pauschalreise für 60,- EUR – ich bin schon sehr gespannt. Nur mit den verschiedenen Versionen des Spiels macht sich Ubisoft keine Freunde. Es gibt so viele verschiedene Versionen, dass die Wikipedia dazu eine Tabelle erstellt hat. Die “Ultimate Edition” ist auch nicht, wie man meinen könnte, die ultimative Version, sondern das ist nur die viertbeste (und viertschlechteste) Version! Ein ultimativer Reinfall! Wir haben uns die Limited Edition bestellt (aus England), die war etwas billiger als die Standard-Version, und den ganzen Extrakram wie Steelbook und Weltkarte und die verstaubende Statue braucht kein Mensch. Man muss ja so was nicht auch noch unterstützen. (Ich kaufe mir auch keine Totino’s Pizza Rolls, um zusätzliche Waffen zu erhalten. Wo kämen wir denn da hin!)

Sonst kann ich noch vermelden, dass es kalt geworden ist – vier Äpfel hängen noch an meinem Balkonapfelbaum, die Tomaten sind aus und vorbei und meine Avocados habe ich vom Balkon in die Küche gestellt, damit sie nicht erfrieren. Nicht zu fassen, dass schon wieder Oktober ist.

Und ich habe mir zwei gescheite Objektive für meine Kamera gekauft, um für den nächsten Urlaub gewappnet zu sein: ein 35mm mit f1,8 (neu) und ein 16-85mm mit f3,5-5,6 (gebraucht von eBay). Ich muss das noch ausführlich testen aber ich erhoffe mir damit schärfere Fotos als mit dem Kit-Objektiv und meinem ganzen Altglas.

An diesem Wochenende ist dann noch ein Opernbesuch eingeplant (Oper im Kino), und zwar Aida. Meine bessere Hälfte hat mir mal ihr monströses Opern-Nachschlagewerk gegeben und ich habe mich informiert, worum es da geht. Das Ganze spielt in Ägypten, der Kriegsherr findet die Sklavin toll (die eigentlich eine äthiopische Prinzessin ist), die Sklavin findet ihn auch toll, aber die Tochter vom Pharao findet den Kriegsherrn auch toll, und weil die Schlacht so wunderbar ausgeht, bekommt der Kriegsherr die Pharaotochter als Belohnung (wie man das halt so macht, wofür hat man denn Töchter), aber er trifft sich lieber mit der Sklavin und am Ende werden die Liebenden dann zusammen eingemauert. Das wird also sicher alles sehr dramatisch. Live aus der Mettwurst-Oper in New York.

In diesem Sinne: schönes Wochenende und lasst euch nicht einmauern!

 

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