Music Monday #96: We Both Reached For The Gun

Es ist Music Monday, und heute gibt es was aus Chicago, einem Musical, das ich am Samstag in Frankfurt in der Alten Oper gesehen habe. (Hier ist ein Artikel vom Wiesbadener Tagblatt dazu.) Die Aufführung war sehr gut und, wie ich später erfahren habe, war das offenbar eine südafrikanische Truppe mit Samantha Peo als Velma, Carmen Pretorius als Roxie und Craig Urbani als Anwalt.

Das Bühnenbild war schlicht, die Kostüme hauptsächlich in dunklen Farben und ansonsten liefen die Tänzer und Tänzerinnen halbnackt herum. Wer Chicago schon mal selbst live gesehen hat, den wird das alles nicht wundern, denn die Chicago-Expertin meines Vertrauens meint, das wäre immer ganz genauso und bei Chicago gäbe es nicht so viele verschiedene Versionen und Inszenierungen wie etwa bei der Oper. Ich habe danach YouTube etwas durchgeschaut und kann das nun bestätigen: Selbst in der japanischen Takarazuka-Version sieht es aus wie in Frankfurt, mit Lametta-Wand (bei 03:15) und allem.

Gesungen haben die meisten gut, außer beim Cell Block Tango gab es etwas Gequietsche und Gebrüll, das mir nicht so gut gefallen hat. Mama Morton war sehr gut besetzt und hat perfekt gesungen – When You’re Good To Mama ist auch ein prima Lied.

Es gibt auch einen Verfilmung von Chicago von 2002 mit Richard Gere als Anwalt und Renée Zellweger als Roxie, die ich vor vielen Jahren mal gesehen habe. Aus dieser gibt es heute ein Lied, und zwar They Both Reached For The Gun. Hintergrund ist der, dass Roxie ihren Liebhaber erschossen hat, weil er sie verlassen wollte, und ihr Anwalt erzählt nun den Medien, dass sie ja eigentlich in Notwehr gehandelt hat. Das Bild von Roxie als Bauchrednerpuppe auf dem Schoß des Anwalts gehört offenbar fest zum Programm, das gab es in Frankfurt auch so und in der japanischen Version auch. Wie gesagt, das ist offenbar alles immer so. Viel Spaß!

(Alternativer Link)

 

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