2021 KW 40 – Von falschen Kalenderwochen und Minischweinen

Hallo, liebe Freunde des Wochenendes. Heute muss ich leider gleich mal mit einer Berichtigung anfangen: Seit geraumer Zeit werden hier im Wochenrückblick die falschen Wochenzahlen verwendet und keiner sagt was. Tststs. Ich denke, eventuell habe ich Kalenderwoche 22 ausgelassen. Vielleicht nehme ich mir an diesem Wochenende mal einen Augenblick Zeit und passe die ganzen vorherigen Blogeintrag-Titel entsprechend an…

Dass ich die falsche Woche habe, ist mir nur aufgefallen, weil wir zum Mental Health Day in der Arbeit aufgefordert werden, einen sogenannten “random act of kindness” zu praktizieren – also einfach mal was Gutes zu tun, ohne besonderen Grund. Das funktioniert natürlich rein praktisch nicht, wenn der Grund ist, dass man zum Mental Health Day was Gutes tun will, aber wir wollen nicht zu philosophisch werden. Jedenfalls ist dieser Mental Health Day offenbar am Sonntag, weshalb man das nächste Woche nachholen soll, in KW41. Nur deshalb ist mir die falsche Kalenderwoche aufgefallen!

Ansonsten ist zu vermelden, dass nun sowohl Minischwein und Unboxing als auch Fan-Fiction im Duden stehen.

Ein Unboxing beschreibt ein “Internetvideo, in dem das Auspacken einer Ware gezeigt und kommentiert wird”, wobei ein Internetvideo ein “über das Internet verbreiteter Videofilm” ist. Unboxing ist bei YouTube recht gängig, das schaut man sich an, wenn man zum Beispiel wissen will, was in einem Warenkarton alles enthalten ist oder so. Ob ein Unboxing wirklich im Internet verbreitet werden muss sei mal dahingestellt – ich finde, es wäre auch ein Unboxing, wenn es nur auf meiner Festplatte liegt. An “Videofilm” störe ich mich auch, denn ein Film ist laut Duden eine “mit der Filmkamera aufgenommene Abfolge von bewegten Bildern, Szenen, Handlungsabläufen o. Ä., die zur Vorführung im Kino oder zur Ausstrahlung im Fernsehen bestimmt ist”. Man merkt, die Damen und Herren vom Duden denken sich auch einfach irgendwas aus.

Fan-Fiction bzw. Fanfiction ist laut Duden eine “von einem oder mehreren Fans erstellte Fortsetzung, Fortschreibung eines fiktionalen Originalwerks, besonders eines Romans, Films oder Computerspiels” oder “die Gesamtheit der Fan-Fictions […] (als Gattungsbezeichnung)”. Ich hätte nicht gesagt, dass man Fan-Fictions als Plural nehmen kann, und ich hätte auch eher gesagt, dass Fan-Fiction literarische Werke beschreibt, die auf anderen Werken oder auf Personen basieren, denn einerseits gibt es auch viel Fanfiction, die zeitlich vor dem Originalwerk spielt (und somit keine Fortsetzung ist), und andererseits gibt es auch Fanfiction über echte Leute.

Und abschließend haben wir also das Minischwein, ein “Hausschwein von besonders kleinem Wuchs”, wobei ein Hausschwein wiederum ein “aus dem europäischen Wildschwein gezüchtetes, als Nutztier gehaltenes Schwein” ist. Ich dachte erst, das Wort braucht ja kein Mensch, weil wenn ich Plätzchen backe (bald ist Weihnachten!) und am Ende der Teig ausgeht und nur noch ein halbes Plätzchen daraus wird, dann ist das halt ein Miniplätzchen, aber das muss auch nicht in den Duden. Aber wenn es natürlich eine Art Gattungsname ist, also wie ein Zwerghamster, dann ist ein eigenes Wort dafür schon nachvollziehbar, wenngleich ich es natürlich ein Zwergschwein genannt hätte, aber der Duden soll ja deskriptiv sein und nicht präskriptiv. (Deshalb mag ich den Duden ja auch nicht, weil man in Wirklichkeit auch mit Bing googeln kann, nur beim Duden nicht.)

Aber wie dem auch sei, wer ein kleinwüchsiges Schwein hat, der hat eben offenbar ein Minischwein, mit dem kann man wie mit Katzen auch Klickertraining machen (laut Wikipedia), aber wenn es eine Schweinepest gibt, muss man es leider töten, weil es ein Nutztier ist. Und es braucht einen 100 Quadratmeter großen Garten. Ich kriege also kein Minischwein.

Kleiner Pfannkuchen mit Nutella
Ein Minipfannkuchen – oder Zwergpfannkuchen?

Kulinarisch gab es am vergangenen Sonntag leckere Pfannkuchen, denn obwohl ich morgens motiviert zum Bäcker gelaufen bin, war dieser dann wegen des Feiertags geschlossen, entgegen der Behauptungen auf ihrer Webseite. Auch gab es mal selbstgemachte Pizza, am Freitag gab es auch noch bestellte Pizza (ein Herz für die Gastronomie!), und selbstgekochte Ramen gab es auch mal. Letztes Wochenende gab es Gyeran Bap, weil es davon ein Rezept in der New York Times gab.

Gyeran Bap
Gyeran Bap

Abschließend kann ich noch erwähnen, dass wir am Freitagabend The Emperor’s New Groove (deutsch: Ein Königreich für ein Lama) geschaut haben, einen alten Disney-Film, der mir gut gefallen hat. Offenbar hat es vier Jahre gedauert, den Film zu machen, und kurz vor Schluss haben sie die gesamte Geschichte noch mal komplett umgeworfen und alles geändert. Mir hat er aber trotzdem gefallen.

Tja, und das war’s auch schon wieder. Hier gibt’s noch ein Katzenbild und dann sage ich: Genießt das Wochenende und bis zum Music Monday dann!

Zwei Katzen

 

 

 

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