2018 KW 37 – Hochzeiten, Weitwinkelobjektive, die EU und der Pandog

Puh, endlich Wochenende! Ich hatte am Montag zwar Urlaub, aber die Arbeitswoche hat sich trotzdem gezogen wie Kaugummi. Bei euch etwa nicht?

[Weitwinkelblume]
Mit Fisheye bekommt man viel ins Bild, aber Nahaufnahmen gehen nicht so gut.
Am letzten Wochenende war ich in England bei einer Hochzeit. Das war richtig nett, das Essen war gut, die Feier war schön, die Leute waren nett. Sogar das Wetter war relativ gut, obwohl der Wetterbericht die ganze Woche vorher etwas anderes behauptet hat. Ich habe meine Kamera mitgenommen und mein fesches Fisheye-Objektiv und habe viele Fotos gemacht. Das geht gut bei einer Hochzeit, denn da erwarten die Leute, dass sie viel fotografiert werden. Und mit einem Fisheye-Objektiv geht es besonders gut, denn da denken die Leute immer, sie wären gar nicht im Bild und dann sind sie es doch. Eine feine Sache ist das.

[Weitwinkliges Oxford]
Sonne in Oxford
Das Schöne an so einem Weitwinkelobjektiv ist also, dass man so viel ins Bild bekommt, und deswegen fand ich es für die Hochzeit gut, denn da will man ja viele Leute fotografieren und festhalten, wie sie sich amüsieren und miteinander reden und so weiter. In diesem Bild (unten) habe ich zum Beispiel die Kapelle und ungefähr 25 Gäste und das frischgebackene Ehepaar verewigt. (Ich habe schon noch ein paar bessere Fotos gemacht, aber aus Datenschutzgründen kommt das nicht in mein Blog. :P) Sogar mein Finger hat noch unten links ins Eck gepasst.

[Weitwinkliges Foto von Booten an einem Fluss]
Habe ich erwähnt, dass ich ein Fisheye-Objektiv habe?
Allerdings kann ich mein Fisheye-Objektiv nur im manuellen Modus verwenden, das heißt ich muss mir Gedanken über die Belichtungszeit und die Öffnungsweite machen. Das ist quasi perfekt zum Lernen. Nur im düsteren Restaurant sind alle Gruppenfotos zu rauschig geworden, weil ich mein ISO zu hoch gestellt habe. Das ist aber auch ein Dilemma – entweder man stellt den ISO-Wert hoch, dann verrauscht es, oder man belichtet länger, dann verwackelt es. Man kann auch die Apertur ändern, damit mehr Licht ins Objektiv kommt, aber dann reduziert sich der Schärfebereich, das ist bei einem Gruppenfoto um einen Tisch herum auch nicht so hilfreich. Da fällt mir dann auch nichts besseres ein als einen Blitz zu verwenden, aber den hatte ich nicht dabei und das sieht bei einem Fisheye-Objektiv vielleicht auch komisch aus.

Links der Cider.

Aber genug davon! Ich habe mir selbstverständlich auch ein paar Gläser Cider gegönnt, als ich in England war, denn Cider ist lecker und in England gibt es ungefähr ein Zillion verschiedene Sorten. Irgendwann muss ich mein großes Cider-Projekt in Angriff nehmen und mich über die vielen verschiedenen Arten von Cider in meinem Blog auslassen. Heute aber nicht, heute gibt es nur ein Foto von meinem Abendessen in “The Draft House” in London. Da haben wir uns aufgrund des angenehm milden Wetters rausgesetzt, und als ich den Cider bestellt habe (Hawkes Urban Orchard, sonst hatten sie keinen), haben sie sich versichert, dass ich auch was essen will, denn sonst hätte ich reingehen müssen zum Trinken. Ich habe das eben gegoogelt und keine Erklärung dafür gefunden. Laut Wikipedia (Drinking in Public) darf man in England auf der Straße was trinken, auch in “Controlled Drinking Zones” (in welchen die Polizei einem aber das Getränk wegnehmen darf, wenn sie mag). Die einzige Referenz auf eine Mahlzeit mit dem Cider habe ich ebenfalls in der Wikipedia (Alcohol licensing laws of the United Kingdom) gefunden, wo erklärt wird, unter welchen Umständen man auch Alkohol trinken darf, wenn man noch nicht 18 ist:

  1. The individual is aged 5 or older, and is at home or other private premises.
  2. The individual is aged 16 or 17 and the alcohol, which can only be beer, wine or cider, is consumed with a table meal.

Ich kann mir aber trotz meines jugendlichen Teints nicht vorstellen, dass mich dort jemand für 17 gehalten hat, also weiß ich nicht, auf was für ein ominöses Gesetz die sich bezogen haben. Aber ich hätte auch so was gegessen. Der Cider war sehr gut, das Essen war okay aber nichts Besonderes.

Ansonsten war diese Woche eine traurige Woche für alle, die sich schon so ans Internet gewöhnt haben, denn alles wird schlechter dank des europäischen Parlaments. Ich bin ja sehr für die europäische Union, aber bei dem, was die sich jetzt wieder geleistet haben, verstehe ich es auch etwas, wenn sich jemand von so untragbaren Typen wie dem Herrn Axel Voss (CDU) nicht mehr repräsentieren lassen will. Julia Reda, die hessische Piratin in der EU, hat in ihrem Blog erklärt, worüber abgestimmt wurde, und auch über das mehr als enttäuschende Ergebnis hat sie berichtet und getweetet. Seufz.

Um zu einem positiven Abschluss zu kommen, habe ich noch einen lustigen Link zu einem Pandog für euch. Zum Totlachen. Nur Garrus findet ihn nicht lustig.

[Katze auf dem Sofa]
Garrus bleibt ernst.

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