Music Monday #113: KT Tunstall

Hallo, liebe Freunde guter Musik! Meine Güte, ich sag es ja nur ungern, aber ich musste eben feststellen, dass wir hier noch nie über KT Tunstall geredet haben. Kann das wirklich sein? Also gut, dann passt mal auf.

KT Tunstall ist Schottin und macht Musik, und zwar mit einem sogenannten Looper. In einen Looper spielt man etwas ein, und dann loopt es, also wiederholt sich dauernd, im Idealfall in einem 4/4 Takt oder sonst irgendwas Brauchbarem, über das man dann noch mehr Musik spielen kann. Ich habe so was auch, nämlich einen Digitech Jamman, den ich sehr mag und der derzeit leider verstaubt, bis ich mich die Tage mal aufraffe und wieder etwas Musik mache. Lust hätte ich auf jeden Fall, man muss nur mal dazukommen.

Aber zurück zu KT Tunstall: Die KT hat ein Akai Head Rush E2, das ist im Prinzip auch nix anderes. Manchmal geht ihr Akai Head Rush E2 kaputt, dann kauft sie sich wieder eins auf eBay – manchmal eines, das jemand gekauft hat, weil er auch so spielen wollte wie sie, es aber nicht geschafft hat (echt jetzt). Das Problem ist beim Loopen eben, dass man gut im Takt sein muss, und wenn man das mal raushat, gibt es noch anderen Sachen, die man machen kann, wie Loops wieder “wegnehmen”, nachdem man sie hinzugefügt hat, oder die Musik mal ganz anhalten und so weiter. Also es ist auf jeden Fall eine Kunst, wenn das jemand richtig beherrscht, aber auch für Leute, die das nicht richtig beherrschen wie mich macht es einerseits Spaß, andererseits wird so ein Looper generell empfohlen, wenn man besser im Gitarrenspielen werden möchte. Die gibt’s auch in günstig für ca. 40,- EUR, aber bei meinem feschen Jamman kann man auch Audiodateien draufkopieren und über die dann drüberloopen und ein Mikrofon kann man auch anschließen. (Ich sehe schon, ich muss mal ein Gitarrenblog schreiben. Dann habe ich auch einen geschäftlichen Grund, warum ich mir neuen Kram für meine Gitarren kaufen muss!)

Als die gute KT so um die 29 war, da war sie quasi schon Profilooper und hat ihr Können bei Jools Holland in der Sendung zur Schau gestellt – aber nur, weil der Rapper Nas einen Tag vorher abgesagt hat. Und nach diesem Auftritt kannte auf einmal jeder KT Tunstall und ihr Album schoss in den Charts nach oben und “Black Horse and the Cherry Tree” war eines der meistgespielten Lieder im Radio in den UK 2005. Vielen Dank, Nas!

So, und langsam komme ich auch zum Ende: Ich kannte das Lied denke ich, bevor ich den Auftritt bei Jools Holland kannte, und als ich den dann gesehen habe, ist mir plötzlich bewusst geworden, wie gut KT Tunstall ist. Man muss das schon gesehen haben.

Die CD Eye to the Telescope, auf der die Studioversion des Lieds ist, das ich euch gleich präsentiere, hat außerdem noch zwei andere nette Lieder, Suddenly I See und Other Side of the World, die ich empfehlen kann. Aber hier nun der Auftritt, durch den sie letztendlich ihren Durchbruch hatte. Viel Spaß!

(Alternativer Link)

PS: Es gibt auch ein Video, wo KT erklärt, wie man einen Looper verwendet.

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