2021 KW 43 & 44 – Holland, Belgien und Klavier

Hallo, liebe Freunde des Wochenendes! Ich hoffe, euch geht es einigermaßen gut.

Wie ihr sicher gemerkt habt, ist der Wochenrückblick letzte Woche ausgefallen, weil ich im Urlaub war. Eigentlich sollte ich auch jetzt noch im Urlaub sein, aber aufgrund eines positiven Corona-Tests mussten wir den Urlaub frühzeitig abbrechen und sind nun seit einigen Tagen wieder Zuhause. Aber es gibt trotzdem viel zu berichten.

Erst sind wir also mit dem Auto nach Zeeland gefahren und haben dort in einem Airbnb haltgemacht, bei dem es auch Alpakas und Schafe gab. Man hat sie aus dem Fenster gesehen und manchmal lag ein Schaf auf dem Pfad zum Haus, aber anfassen lassen haben sie sich nicht.

Alpakas und Schafe
Die Alpakas und Schafe haben sich leider nicht streicheln lassen.

Zeeland ist sehr flach und idyllisch, besonders die kleinen Dörfer in denen nichts los ist. Es gibt jede Menge Windkraftanlagen und eine sehr lange Brücke und einen sehr langen Tunnel. Die Niederländer haben scheinbar noch nie von dem Coronavirus gehört, zumindest tragen sie auch im Supermarkt keine Masken.

Zeeland (Aussicht)
Die Niederlande sind ziemlich flach! Das ist die Aussicht vom Plompetoren.

Wir sind mal auf den Plompe Toren gestiegen (der ist hier), da war außer uns keiner und man hatte eine schöne Aussicht. Sogar das Fernglas obendrauf war kostenlos, sodass man die Schiffe in der Ferne und die Kühe anschauen konnte.

Sonnenuntergang an der Küste
Sonnenuntergang mit Sanddüne

Als die Sonne unterging, sind wir bei einer Sanddüne herumgelaufen, das sah auch sehr hübsch aus. Obwohl es manchmal recht grau war, war es im Großen und Ganzen trocken, nur bei diesem Sonnenuntergang hat es etwas genieselt.

Brügge
Brügge – Ein sehr idyllisches Städtchen mit seinen Kanälen und alten Bauten.

Von Zeeland aus (bzw. von Baarland aus) haben wir einen Abstecher nach Brügge in Belgien gemacht. Das ist eine sehr hübsche Stadt mit einem Kanal und mit vielen alten Gebäuden. Weil die Belgier die Pommes erfunden haben, haben wir dort auch viele fettige Fritten gegessen. :)

Am Tag vor unsere Abreise aus Holland haben wir dann eine alte Studienkollegin von mir getroffen, die nach Zeeland emmigriert ist. Sie mag, dass die holländischen Behörden sehr entspannt sind, z. B. auch was die Steuern angeht, und dass es dort offenbar noch bezahlbaren Wohnraum gibt, auch wenn man nicht reich ist. Außerdem hat sie uns Veere empfohlen als hübsches kleines Städtchen am Wasser. Folglich sind wir dann am Tag unserer Abreise einen Umweg gefahren und haben uns Veere auch noch angeschaut.

Windmühle
Veere

Ich fand Veere wunderschön, vielleicht auch, weil dort wenig los war und die Sonne schien, weil es eine Windmühle gibt und einen kleinen Hafen, und weil wir am Markt ein spätes Frühstück zu uns genommen haben: eine belgische Waffel mit Kirschen bzw. Poffertjes.

Waffel und Poffertjes
Belgische Waffel bzw. Poffertjes jeweils mit Cappucchino

Dieses Café war direkt an der Kirche und die läutete zu Mittag recht musikalisch. Dann hörte das Klingeln auf, nur um dann wieder anzufangen und so Sachen zu spielen wie Bohemian Rhapsody von Queen. Das habe ich auch noch von keiner anderen Kirchenglocke gehört!

Anschließend waren wir noch in Antwerpen, wo ich ein belgisches Bier getrunken habe. Sonst war ich von Antwerpen nicht so beeindruckt, aber nach Veere ist es sowieso schwierig, noch beeindruckt zu werden.

Bolleke Bier
De Koninck heißt offenbar “Die Königin”.

Schließlich sind wir in unser Bed & Breakfast in Eupen gefahren, das ist eine belgische Stadt mit einer deutschen Mehrheit. Eupen habe ich jetzt nicht als besonders malerisch empfunden. Es ist in der Nähe von Lüttich (Liège, wie ich es nenne), einer weiteren Stadt die architektonisch nicht so überzeugend ist. Dort mit dem Auto herumzufahren macht keinen Spaß, aber als Fußgänger hat man auch keine rechte Freude. Es sei denn, man geht zu Get Your Mug und stopft sich dort mit Pfannkuchen voll, dann hat man schon Freude.

Pfannkuchen
Pfannkuchen mit Erdnussbutter und Banane

Ansonsten sind wir in Eupen bei der Kartingbahn ein Kart-Rennen gefahren, wobei ich mich nicht sehr gut geschlagen habe. Spaß gemacht hat es aber trotzdem. Und wir haben uns mal die Gileppe-Talsperre angeschaut, da kann man Spazierengehen. Dann waren wir noch in einem Airbnb in Baelen,  wo wir eigentlich noch sein sollten, aber es hat nicht sollen sein.

Allerdings haben wir uns dann kurz bevor wir heimgefahren sind ein digitales Klavier bestellt samt Stuhl, wie wir es seit etwa 6 Jahren immer mal wieder in Betracht gezogen haben. Das kam dann am Mittwoch an und war auch genug Aufregung für einen Tag. So ein Klavier wird von der Spedition nämlich nur “frei Bordsteinkante” geliefert, und so stellte der Lieferant das E-Piano also mitsamt Palette einfach vor die Haustür.

Ich wusste das natürlich, aber bei Session Music steht, dass ein Casio PX-870 Privia 34,3 kg wiegt, da dachte ich mir, das ist ja quasi wie ein Kind und das wird man vielleicht noch hochheben können. Aber als es dann da so stand mitsamt der Palette und dem Stuhlpaket und der Folie und überhaupt, habe ich mir schon arg den Kopf gekratzt.

Aber nach dem Unglück mit dem Urlaub hatte ich dann doch mal etwas Glück, als nämlich just in diesem Moment eine nette Nachbarin vorbeikam und fragte, ob sie mir ihre Sackkarre ausleihen soll. Mit dieser habe ich es dann geschafft, das Riesenpaket aufzuladen und in den Aufzug zu rollen. Am Ende wollte ich dann gerade die Palette, die nun herumstand weil der Lieferant schon weg war, auf den Dachboden bringen, damit sie nicht im Weg ist, und da traf ich dann eine andere Nachbarin im Aufzug die meinte, ihr Mann könnte so was gebrauchen, sodass ich mich nun also nicht mal mehr um die Entsorgung einer Palette kümmern musste.

Pianokarton
Ohne Palette und Klavierbank.

Aufgebaut war das Klavier in einer Stunde oder so, und jetzt lerne ich mit “Mitte Ende 30” noch das Klavierspielen. Bisher macht es Spaß, denn es geht erstaunlich schnell, bis man etwas produzieren kann, das sich halbwegs musikalisch anhört. YouTube hat auch jede Menge Tipps und Übungen für Anfänger.

Klavier
Hier übe ich fleißig.

Und das war’s schon wieder mit dem Wochenrückblick. Lasst es euch gutgehen – und bis zum Music Monday dann! (Auf ein Katzenbild müsst ihr leider verzichten, weil die Kater noch beim Katzensitter sind.)

 

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