Music Monday #110: Nina Simone

Heute bringt der Music Monday euch wieder eine Legende: Nina Simone. Die Dame wurde 1933 als Eunice Kathleen Waymon als sechstes von acht Kindern in eine arme Familie geboren. Sie hat als Kind Klavier gelernt und in der Kirche aufgeführt, dann hat sie in New York City an der Juilliard School Musik studiert und wollte dann mit einem Stipendium ans Curtis Institute of Music in Philadelphia, ist aber nicht genommen worden – ihrer Meinung nach wegen ihrer Hautfarbe.

Um Geld zu verdienen hat sie dann nachts in Clubs Klavier gespielt, weshalb sie sich auch umbenannt hat. Sie wollte nicht, dass ihre Familie das weiß, weil schließlich hat sie “die Musik des Teufels” gespielt – also keinen Gospel, nehme ich an. Und weil der Club nur einen Musiker bezahlen wollte, musste sie dann zusätzlich noch singen, und so ist sie quasi zu ihrer Karriere als Sängerin gekommen.

1958 hat sie I Loves You, Porgy aufgenommen, für das sie sich offensichtlich 3.000 Dollar bezahlen hat lassen. Das Lied wurde zu einem großen Hit und wenn sie sich stattdessen Tantiemen hätte bezahlen lassen, wäre sie von diesem Lied zur Millionärin geworden, so sagt es die Wikipedia.

Sie hat jedenfalls viele erfolgreiche Lieder gemacht und eines davon kennt ihr schon als Cover von Feist (vom Music Monday #64). Eigentlich wollte ich auch Sinnerman vorstellen, das gefällt mir sehr gut, aber dann hab ich dieses hier entdeckt: “Mississippi Goddam”, ein Lied, das Nina Simone nach der Bombardierung einer Kirche durch den Ku Klux Klan 1963 geschrieben hat, bei der vier junge schwarze Mädchen getötet wurden und 22 Menschen verletzt wurden. Sie war nicht nur Sängerin, sondern auch in der Bürgerrechtsbewegung sehr aktiv. Also, hier ist “Mississippi Goddam”, viel Spaß damit!

All I want is equality for my sister, my brother, my people, and me.

(Alternativer Link)

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